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Christi Geburt Szenerie erbaut von Kriegsgefangenen Ein Weihnachtsbesuch auf der international bekannten Christi Geburts-Szenerie in Algona, Iowa, ist ein Brauch, den viele Leute in Iowa und den Nachbarstaaten in ihren Familien fest eingeplant haben und jedes Jahr wiederholen..
Es mag schwierig sein …
aber stellt euch vor, ihr seid zu Weihnachten tausende von Meilen von zu
Hause weg. Euer Heimatland befindet sich im Krieg und sie sind ein
Gefangener in einem fremden Land. Dies war die Situation für 3200 Männer
in einem Kriegsgefangenenlager in der Nähe von Algona während des.2. Weltkrieges. Eduard Kaib, ein Architekt und Unteroffizier in der deutschen Wehrmacht, war einsam und spürte die Isolierung tief als er an zu Hause dachte, an seine Familie, den Gottesdienst und glückliche Festlichkeiten an diesem Feiertag. Diese Einsamkeit und das Verlangen lösten in ihm die Idee zur Erschaffung der FIGUREN ZU CHRISTI GEBURT aus.
Mit der Herstellung der KRIPPENFIGUREN begann man im Herbst des Jahres 1944. Kaib und seine Freunde, die, auch
wie er Gefangene waren, arbeiteten viele lange Stunden an der Herstellung
dieser heiligen Figuren. Sie bauten diese aus Zement auf einem Drahtrahmen
und bearbeiteten diese letztendlich mit verformbarem Gips in mühevoller
Handarbeit. Die FIGUREN haben komplizierte Einzelheiten und sind in hohem
Maße Realitätsbezogen. Das Material für die Figuren, halbmannshoch,
wurde von den Gefangenen mit ihrem eigenen Geld erworben.
Kaib und seine Männer beendeten schließlich ihr Projekt und hatten es zur ersten Ausstellung im Dezember 1945 fertig, mehr als einem Jahr war vergangen, nachdem sie begonnen hatten, daran zu arbeiten. Es wurde an einer Ecke des Lagers errichtet wo es der Öffentlichkeit zur Ansicht leichter zugänglich war. Eine Tradition war ins Leben gerufen! Die Bevölkerung von Algona waren sehr beeindruckt von der Schönheit dieser CHRISTI GEBURTSSZENERIE. Als der Krieg zu Ende ging und das Lager 1946 aufgelöst wurde, bat die Junior Handelskammer, die Figuren sollten aufbewahrt und jedes Jahr zu Weihnachten in einer Dauerausstellung gezeigt werden. Herr Kaib und seine Mitarbeiter waren behilflich, die Figuren an einer anderen Stelle aufzubauen, in einem reparierten und für diesen Zweck neu angestrichenem Gebäude. Es wurde eine Beleuchtung sowie eine Heizung eingebaut. Auf Schallplatten aufgenommene Stimmen, welche den himmlischen Chor darstellten, sangen das Lied: „Stille Nacht, Heilige Nacht“ und noch weitere Weihnachtslieder trugen zum Geist der Heiligen SZENERIE bei. Der Männerklub der Ersten Vereinigten Methodistenkirche in Algona hat die GEBURTSSZENERIE seit 1958 protegiert. Im Jahre 1963 erhielten sie die gesetzliche Verantwortung und stellten Dienstpersonal während der Feiertagszeit. Ein neues Fachwerkgebäude wurde südlich der Waffenkammer des Kossuth County Messegeländes erstellt, an der südlichen Ecke der Stadt. Das neue Gebäude wurde durch Kirchenmitglieder und Freunden ermöglicht, zusammen mit vielen freiwilligen Arbeitsstunden, welche die Mitglieder des Männerklubs beisteuerten. Die Geschichte zu dieser SZENERIE und der dahinter liegende Gedanke, wurde in vielen Magazinen und Zeitungen veröffentlicht, ebenso im Fernsehen und im Radio, und all diese Jahre von Mund zu Mund weiter erzählt. Viele Tausende besuchen diese Ausstellung jedes Jahr und sie ist aus allen 50 Staaten und vielen fremden Nationen aufgesucht worden.
Obwohl Eduard Kaib und seine Mitarbeiter, die 1946 in ihre Heimat in Deutschland zurückkehrten, blieben sie weiterhin an der SZENERIE interessiert. Herr Kaib und seine Familie kehrten während der Weihnachtszeit 1968 nach Algona zurück. Theo Stapf, ein Sohn von Wilhelm Stapf, der im Lager ab 1944 Koch war bis zu dessen Auflösung, war im Juni 1983 hier zu Besuch. Sein Vater war zu diesem Zeitpunkt bereits 75 Jahre alt und Bauunternehmer im Ruhestand, der sich auf Steinmaurerarbeiten spezialisiert hatte. Eduard Kaib’s Sohn Norbert war im Juni 1985 in Algona, sein erster Besuch. Norbert kam daraufhin wieder zurück und brachte seine Familie mit, damit sie auch sehen konnte, was sein Vater erschaffen hatte.
Werner Meinel kehrte 1946 zusammen mit den anderen Kriegsgefangenen nach
Hause zurück. Er kam später nach USA, um in Plymouth, Massachusetts als
unabhängiger kommerzieller Photograph zu leben. (Herr Meinel starb im
August 1992.) Als er 1963 von einer Reise aus Alaska zurückkam, stoppte
er in Algona um sein Verlangen zu stillen, noch einmal auf dem Boden zu
stehen, wo er einst als Gefangener weilte. Zu diesem Zeitpunkt erfuhr er
erst, dass die CHRISTI GEBURTSSZENERIE noch jedes Jahr gezeigt wird.
Beeindruckt von der Freundlichkeit der Bürger von Algona, die ihm halfen,
den Ort aufzufinden, an dem einst das Lager stand und ihm auch die
SZENERIE zeigten, schickte Meinel eine mit einem Preis bedachte
Photographie nach Algona, damit diese dort in dem Ausstellungsgebäude
aufgehängt werden sollte. Der Titel des Fotos lautet “GEGENSEITIGE
VERBINDUNG” und Meinel beschreibt darin die Schönheit von zwei weißen
Schwänen, die Seite an Seite gegen einen tiefblauen Himmel fliegen, als
ein Symbol des Friedens. Die CHRISTI GEBURTSSZENERIE ist ein lebendiger Ausdruck für die zeitlose Botschaft der Weihnachtsgeschichte geworden…”Und Friede auf Erden, den Menschen guten Willens. Die künstlerische Zeichnung der WEIHNACHTSKRIPPE stammt von Gary Kelley, einem Einwohner und Künstler von Algona aus dem Jahr 1994. Herr Kelley hat in Cedar Falls, IA, ein Studio. Die vorstehende Beschreibung stammt aus einer Broschüre die uns freundlicherweise von dem Ersten Vereinigten Methodisten Männerklub von Altona, Iowa zur Verfügung gestellt worden ist). Die GEBURTSSZENERIE kann kostenlos täglich im Monat Dezember zwischen 14:00 und 21:00 Uhr und an den Sonntagen und den Feiertagen zu Weihnachten von 12:00 bis 21:00 Uhr besucht werden. Auf besonderen Antrag hin können Sonderschauen für Touristengruppen veranstaltet werden. Schreiben Sie dazu an den Männerklub der Methodisten, First United Methodist Church, 201 East Nebraska Street, Algona, Iowa, 50511, oder rufen Sie an unter 515-295-7241 oder senden ein Fax unter 515-295-7242.
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